Fortschritte der Renovierungsarbeiten


Orgel, die Arbeiten gehen weiter

Ausständig ist unter anderem noch die Restaurierung unserer Orgel mit ihren 3300 Pfeifen, die zu den größten Orgeln der Diözese St. Pölten zählt. Sie wurde in mehr als 5000 Einzelteile zerlegt und in die Orgelbauwerkstätte Dipl.-Ing. Bodem gebracht. Die Arbeiten werden über den Winter fortgesetzt, die Intonation und Stimmung an Ort und Stelle ist im Frühjahr nächsten Jahres geplant und wird viele Wochen beanspruchen. Dabei kann hauptsächlich nur in den Abend- und Nachtstunden gearbeitet werden, da hiefür absolute Stille innerhalb und außerhalb des Kirchenraumes erforderlich ist. Da es sich dabei fast ausschließlich um Handarbeit handelt, ist auch die beachtliche Summe in der Höhe von 700.000,– Euro verständlich.

Ein Blick in das Orgelgehäuse zeigt wie in viel Handarbeit die Windkanäle entstehen, die später für den richtigen Winddruck für die Pfeiffen sorgen sollen.


Mit dem LKW in die Basilika

für die großen und schweren Orgelteile - Blasbälge und Orgelmotoren zum Transport nach oben auf die Orgelempore ist der LKW Fahrer Stefan mit seinem 14to Fahrzeug rückwerts in die Basilika gefahren. Mit links, rechts und oben je ca 7cm Abstand eine sehr enge Angelegenheit.

Der große Blasbalg mit ca. 300 kg wird auf die Empore transportiert.

Es ist geschafft, alle großen Teile sind oben. Am nächsten Tag konnten wir den Blasbalg händisch zu fünft in die Orgel transportieren. Nun ist er an seiner Positon angelangt.


Turmbibliothek

Die Bibliotheksetagen sind fertig gestellt und alle Bücher fertig inventarisiert, fotografiert und dokumentiert. Sie sind wieder an ihre alten Plätze zurückkehren. Damit die Bücher gesichert sind, ist dieser Bereich mit einer hochmodernen Alarmanlage ausgestattet worden.

Die unteren zwei Ettagen der Turmbibliothek sind in Naturholz gehalten.

Die obere Ettage der Turmbibliothek ist farblich gefaßt. Die drei Ebenen sind durch zwei Wendeltreppen verbunden.

Anfang Juli wird beim Haupteingang die Eingangssituation neu und barrierefrei gestaltet und zugleich die Fernwärme die schon bis kurz vor dem Eingangsportal verlegt wurde in den Pfarrhof eingeleitet.
Durch den Anschluss an die Fernwärme erhoffen wir uns einen wesentlichen Teil an Heizkosten zu ersparen. Zudem spielt auch der Umweltgedanke dabei eine wesentliche Rolle.
Das Fernheizwerk der Eilnberger GmbH liegt am östlichen Ortsende von Maria Taferl und wird mit Hackschnitzel aus den umliegenden Wäldern beheizt.

Zur Zeit sind wir auch intensiv mit der Neugestaltung eines neuen Pfarrbüros im Pfarrhof beschäftigt. Unser Pfarrbüro platzt aus allen Nähten und die notwendig gewordenen technischen Geräte sind im ganzen Haus verteilt und sollen somit in einem Zentrum untergebracht werden.
Das neue Pfarrbüro und Archiv mit Besprechungsraum soll bis zum Jubiläumsjahr 2010 fertig sein und wird ein wichtiger Bestandteil für unseren Wallfahrtsbetrieb sein.
Es soll als Anlaufstelle für Pfarrangehörige, Pilger und Besucher am Wallfahrtsort werden.

Orgelgehäuse

Orgelgehäuse nach der Restaurierung und farbliche Neufassung, welche der ursprüngliche Fassung entspricht. Bis die Orgel wieder spielbar ist, wird es bis Juni 2010 dauern. Zuerst muss das Orgelwerk mit der Traktur einem neuen Spieltisch und die ganze Verkabelung eingebaut werden. Dann ist noch sehr viel Fingerspitzengefühl und ein feines Gehör des Intonatörs notwendig um der Orgel ihren Klang wieder zu verleihen.

Einer der drei Blasbälge die in die Orgel eingebaut werden

Vom Stand der Renovierung in der Basilika - Juni 2009

Die Arbeiter und Restauratoren sind im vorgeschriebenen zeitlichem Rahmen.
Die oberen Deckenfresken sind fertig. Die Übermalungen konnten nur zum Teil freigelegt werden.
Die Wände sind neu gestrichen und marmoriert.
Die Vergoldungen am Orgelgehäuse sind auch fertig und somit kann nun mit der Fassung des Gehäuses begonnen werden.
Ende Juli kann somit das Gerüst abgebaut werden und die Orgelbauer können mit Ihren großen und schweren Teilen die sie in der Werkstätte gebaut haben, anrücken.

Holzergänzungen am Orgelgehäuse

Unsere Orgel, für die wir lange gekämpft haben, damit sie auch weiterhin bei uns bleiben kann, wurde völlig zerlegt und abgebaut. Alle Teile und Pfeifen (3500) wurden in die Orgelbauwerkstätte der Firma Bodem in Leopoldsdorf (Niederösterreich) gebracht. Auf dem Chor ist nur mehr der Orgelkasten zu sehen. Schon vor Ostern wurden von der Orgelbaufirma die notwendigen tischlerischen Ergänzungen am Orgelgehäuse vorgenommen. Die Lamellen des Schwellers wurden verstärktund in das Orgelgehäuse eingebaut. Der Fertigstellungstermin für die Orgel wurde für Juni 2010 anberaumt. Wenn man die vielen Teile und die lange Zeit der Renovierung bedenkt, weiß man auch warum die Restaurierung der Orgel ca. 530.000,-- Euro ausmacht.

Kuratoriumssitzung

Am 30. Jänner fand in Maria Taferl die 6. Kuratoriumssitzung unter dem Vorsitz des Hochw. Diözesanbischofs DDr. Klaus Küng und des Landeshauptmannes von Niederösterreichs Dr. Erwin Pröll statt. Vertreter der Pfarre, des Bauamtes der Diözese St. Pölten, des Bundesdenkmalamtes, des Vereins zur Erhaltung der Basilika, der Bezirkshauptmann und der Bürgermeister von Maria Taferl waren ebenfalls mit dabei.
Um sich von den abgeschlossenen Arbeiten ein Bild machen zu können, trafen sich die Teilnehmer in der Basilika. Die neue Präsdentin des Bundesdenkmalamtes Frau HR Dr. Barbara Neubauer lobte die Arbeiten in der Basilika. Besonderes Augenmerk legte die Präsidentin auf die behutsam restaurierten Kirchenbänke.
Der neu bestellte Diözesankonservator Dr. Wolfgang Huber (früher Bundesdenkmalamt) führte die Gesellschaft durch die Basilika. Bei der anschließenden Kuratoriumssitzung wurden die nächsten und somit auch die letzten Bauabschnitte festgelegt. Den wesentlichsten und in vielerlei Hinsicht intensivsten Teil diese Etappe stellt die Restaurierung der Orgel, des Werkes und seines dekorierten Gehäuses dar.

Kuratoriumssitzung - Besichtigung Basilika

Für die 6. Bauetappe wurden die voraussichtlichen Kosten mit 700.000,- € beziffert. - Gerüst Raumschale mit Fresken, Vergoldungen, Stein- und Metallrestaurierungen, Elektroinstallation, Tischlerarbeiten, 1. Teil der Orgel.
Für die 7. Etappe 2010 wurden die Kosten mit 234.000,- € beziffert. -Restaurierung der noch ausstehenden Ölgemälde, Beschallung, Elektro, Windfang, zusätzlich neue Kirchenbänke, Bestuhlung und der 2. Teil der Orgel. Bei dieser Tagung wurde auch die Notwendigkeit der Renovierungsarbeiten der beiden Kirchtürme sowie der Südfassade erläutert.Die Kuratoriumskitglieder erklären sich mit der Durchführung der Renovierungsarbeiten einverstanden.
Die Gesamtsumme wird im bisherigen Verteilungsschlüssel aufgeteilt. Die Pfarre Maria Taferl muß zusätzlich für die Fertigstellung des Altarraumes eine Summe von 80.000,- € aufbringen.