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Orden |
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Betreuung des Wallfahrtsortes Maria Taferl
Im August 1969 übernahmen wir „Oblaten der makellosen Jungfrau Maria“ = OMI den Wallfahrtsort und die Pfarrseelsorge in Maria Taferl, dem größten Marienheiligtum des Landes Niederösterreich und der Diözese St. Pölten.Unser Provinzhaus ist in 1130 Wien in der Auhofstraße 169, wir betreuen in Österreich noch weitere Pfarren: Wien – Unterheiligenstadt, Gmünd – Neustadt, Steyr – Münichholz und Steyr – Resthof.
Oblaten? Oblaten!
Eine kleine Vorbemerkung über den Namen „Oblaten“: Das Wort kommt aus dem Lateinischen: „Oblatum“ ist das „Dargebrachte“, von dem sich der Begriff für die Hostie, der „Oblate“ herleitet. „Oblati“ aber sind „die Dargebrachten, die Geweihten“, Leute also, die sich zur Verfügung stellen. So nannte man schon im Mittelalter Laien, die, ohne Gelübde abzulegen, einem Mönchsorden nahestanden. Seitdem wurde „Oblate“ zum Namenselement zahlreicher religiöser Gemeinschaften. So kam es zu dem Ordensnamen der Oblati Mariae Immaculatae – OMI. Sie sind also wörtlich übersetzt, die „ Der Makellosen Jungfrau Maria Geweihten“ und bestimmt nicht, wie ein Lexikon meint, die „blattdünnen Scheiben aus Wasserteig von Weizenmehl, bei niedriger Temperatur gebackenen“.
Jede Geschichte - auch unsere Ordensgeschichte - wird begonnen und fortgeschrieben durch einzelne, die aus sich heraus, von niemandem ernannt, die Welt bewegen. Ein solcher Mensch war:
Heiliger Eugen von Mazenod - Bischof und Ordensgründer - Fest 21. Mai |
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1782 Eugen von Mazenod wird am 1. August in Aix in Südfrankreich geboren. 1791 Die königstreue Adelsfamilie Mazenod flieht aus den Wirren der französischen Revolution. 11 Jahre Exil in Italien. 1811 Priesterweihe am 21. Dezember 1816 Eugen von Mazenod gründet am 25. Jänner eine Gemeinschaft von Priestern, um durch Volksmissionen das religiöse Leben zu erneuern. 1826 Papst Leo XII. bestätigt am 17. Februar diese Gemeinschaft und nennt sie: „Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria“ = OMI 1837 Eugen von Mazenod wird Erzbischof von Marseille. 1841 Die Oblaten beginnen ihre Arbeit im Werk der Weltmission. Sie werden eine weltweite Gemeinschaft, die heute ca. 6000 Patres und Brüder in allen Erdteilen zählt. 1861 Am 21. Mai stirbt Eugen von Mazenod in Marseille. In der Kathedrale hat er sein Grab. 1975 Papst Paul der VI. spricht am Weltmissionssonntag, dem 19. Oktober, Eugen von Mazenod selig. 1995 Am 3. Dezember erfolgt die Heiligsprechung durch Papst Johannes Paul II.
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Weiterführende Links: www.oblaten.at www.oblaten.de www.mmw.at
Wir Oblaten Mariens sind ein großer Missionsorden mit ungefähr 4.500 Mitgliedern und 46 Bischöfen in 67 Ländern in aller Welt. |
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Ein neuer Missionsbischof aus Österreich! Bischof Dr. Philipp Pöllitzer OMI in Keetmanshoop in Namibia. Der Heilige Vater Papst Benedikt XVI hat am 31. Mai dieses Jahres Pater Dr. Philipp Pöllitzer OMI zum Bischof der Diözese Keetmanshoop in Namibia ernannt. Pater Pöllitzer ist Oblate der Makellosen Jungfrau Maria und Missionar in Gobabis in der Erzdiözese Windhoek in Namibia. Er ist der erste aus unserer Österreichischen Ordens-Provinz, der Missionsbischof wird!
Bischof Philipp Pöllitzer ist am 18. 01. 1940 in Mörtelsdorf, Pfarre Tamsweg im Lungau, Land Salzburg geboren. Seine Eltern waren gläubige und fleißige Bauern. Philipp ist das 10. von 12 Kindern und lernte von den Eltern den tiefen Glauben und den Fleiß bei der Arbeit. Er besuchte die Volksschule in Tamsweg und kam dann ins Borromäum, das Knabenseminar der Erzdiözese Salzburg, um Priester zu werden. Nach der Matura folgte er Pater Josef Anthofer OMI (ebenso aus Tamsweg gebürtig) und wollte wie er ein Missionar werden. Darum trat er bei den Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria ein und wurde so Angehöriger der Österreichischen Ordensprovinz. Das Noviziat machte er in Engelport an der Mosel in Deutschland. Er studierte an der Ordenshochschule in Hünfeld bei Fulda in Hessen. Dort wurde er 1965 zum Priester geweiht; er meldete sich für die Mission und bekam 1966 die Sendung nach Namibia.
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Pfarrer P. Helmut Hofmann + |
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Im Glauben an Gott und die Verheißung ewigen Lebens wurde unser Mitbruder KR P. Helmut Hofmann OMI
34 Jahre Pfarrer von Maria Taferl Träger des goldenen Ehrenzeichens des Landes Niederösterreich Ehrenbürger der Marktgemeinde Maria Taferl
am Samstag, den 30. Jänner 2010 um 12.50 Uhr im 50. Jahr seines Priestertums in die Heimat des unvergänglichen Lebens abberufen
Sein Lebensweg begann am 30. März 1933 in Eger/CZ. Als zweites Kind seiner Eltern Maria und Christoph Hofmann musste er mit 13 Jahren seine Heimat verlassen und fand in Fulda ein neues zu Hause. Nach der Schule und dem Abschluss der Matura fand er 1954 den Weg zu den Oblaten. Nach dem Noviziat in Maria Engelport und Studium in Hünfeld empfing er dort am 10. April 1960 die Priesterweihe. Sein priesterliches Wirken stellte er unter Gedanken von Karl Leisner:
„So lass mich HERR, in deinem Namen schreiten jetzt an mein Tagewerk, Du HERR der Zeiten, Dass ich zu Dir, mein GOTT, vermag zu kommen mit vielen anderen, die ich mitgenommen, und hilf mir, dass mein Lebenswerk gelingt. ein Jauchzender, von Jubelnden umringt.“
P. Hofmann war von diesem großem Eifer in den verschiedenen Aufgaben beseelt, andere mitzunehmen: zuerst widmete er sich der Kaplansarbeit in Steyr-Münichholz bis 1968, sattelte um und wurde Volksmissionar, 1969 gehörte er zu den ersten Oblaten, die Maria Taferl übernahmen, 1972 wurde er als Superior in das „Haus St. Paul“ in Wien gerufen, blieb von dort aus der Volksmission treu. 1974 begann seine segensreiche Tätigkeit in Maria Taferl: Pfarrer, Wallfahrtsseelsorger und gefragter Beichtvater sowie Berater in schwierigen Situationen, Dekanatsseelsorger zuerst für die Jugend, dann für die Frauen und Diözesanverantwortlicher für die Charismatische Erneuerung. Der würdige Empfang der Sakramente blieb ihm zeitlebens ein großes Anliegen. Um allen Feierlichkeiten und Wallfahrten nach Maria Taferl einen gebührenden Rahmen zu geben, war P. Hofmann auch stets um Renovierungen bemüht: Errichtung der Krypta, Außenfassade der Basilika, Türme, Glocken, sowie ein Großteil der Innenrestaurierung der Basilika. Mit großem Herzen diente P. Hofmann der Kirche und der Pfarre Maria Taferl - 34 Jahre - so lange war vor ihm noch niemand Pfarrer in Maria Taferl. All das hat P. Hofmann viel Kraft gekostet, sodass ihm gesundheitliche Probleme seit einigen Jahren zu schaffen machten. Nach einem Schlaganfall im September 2008 war P. Hofmann auf einen Platz im Pflegeheim Pöchlarn angewiesen. Dort hat P. Hofmann seinen irdischen Lebensweg beendet, um nun mit allen die er mitgenommen, „ein Jauchzender und von Jubelnden umringt zu sein“.
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P. Josef Mathuni + |
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“Es war nicht eine Heimfahrt,
vielmehr eine Heimkehr zu Gott.”
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Im Glauben an die Verheißung ewigen Lebens wurde unser Mitbruder P. Josef Mathuni OMI Erzbischöflicher Konsistorialrat
53 Jahre Direktor des Marianischen Missionswerkes der Oblaten am Sonntag, 19. September 2010, infolge eines Autounfalls in die Heimat des unvergänglichen Lebens abberufen. Das Licht der Welt erblickte P. Josef Mathuni am 11.2.1921 in Ruben, nahe dem böhmischen Marienwallfahrtsort Gojau, wo die Oblaten wirkten, denen er sich anschließen wollte und 1933 zunächst in deren Juniorat nach Teplei (Nordböhmen) kam und in Eger das Gymnasium abschloss. Das Noviziat konnte P. Mathuni 1940 nach der Matura noch beginnen, doch dann erreichte ihn die Einberufung zum Kriegsdienst; nach der Gefangenschaft in Amerika konnte er das Noviziat abschließen und am 17.2.1947 die ersten Gelübde ablegen. Das ersehnte große Ziel , die Priesterweihe, empfing unser Verstorbener nach Vollendung des Theologiestudiums am 20.4.1952 in Hünfeld bei Fulda. Die Oberen erteilten ihm die Sendung in die junge österreichische Oblatenprovinz. Zunächst gehörte P. Mathuni zur Gruppe der Volksmissionare bis ihm die segensreiche und ihn erfüllende Aufgabe beim Marianischen Missionswerk zugeteilt wurde. Hier war P. Mathuni 53 Jahre lang der "richtige Mann am richtigen Platz". Im Mai dieses Jahres konnte er die Leitung des Missionswerkes an den Nachfolger übergeben. Am 19. September leitete P. Mathuni noch die Missionswallfahrt nach Maria Taferl, wo er auch viele Jahre in der Wallfahrtsseelsorge mitgeholfen hat.
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